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AKTUELL

01.01.16
Ein Jahr mit Max Reger

Wenn man die Pflege des Werks von Max Reger während der letzten 50 Jahre
in Hamburg betrachtet, fällt der Blick vor allem auf die Hauptkirchen
St. Petri und St. Jacobi. Während Heinz Wunderlich an der Hauptkirche
St. Jacobi die Pflege der Orgelwerke und einen Teil der Chormusik Regers
als Organist und Dirigent gewissermaßen selbst in die Hand nahm, veranstaltete Ernst-Ulrich von Kameke an St. Petri im Jahre 1970/1971 ein Reger-Festival mit zehn Konzerten, bei dem zahlreiche Künstler und Ensembles der Stadt eingebundenwurden. Programme, in denen Chor- und Orgelmusik miteinander abwechselten, mündeten in die Aufführung von Regers 100. Psalm in der Hamburger Musikhalle.

In diesem Jahr wollen wir Max Reger wieder neu entdecken: Leitidee ist „ein Jahr mit Reger“, das mit einem Kantatengottesdienst am Neujahrestag begonnen hat und mit einem „Silvestertusch“ beschlossen wird. Alle großen Orgelwerke Regers werden erklingen, sei es im Rahmen des Hamburger Orgelsommers oder in der Stunde der Kirchenmusik. Viele kleinere Werke werden in Gottesdiensten aufgeführt werden. Und auch 2016 soll Regers 100. Psalm, sein wohl monumentalstes chorsinfonisches Werk, den Höhepunkt bilden. Wir stellen es an das Ende eines Programmes mit Psalmvertonungen von Bach und Mendelssohn und führen es in St. Nikolai Kiel und der Hamburger Laeiszhalle auf.

Im Konzertkalender finden Sie die aktuellen Termine.


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12.02.16
Passion: Nicht um des Leidens sondern des Lebens willen

Es ist nicht leicht, den Körper in der Mitte der Kreuzigungsgruppe lange anzusehen. So ausgemergelt und die Augen eingefallen. Kein sichtbares Lebenszeichen mehr. Je länger die Augen auf ihm verweilen, umso mehr meint man den Schmerz derer zu spüren, die das Leiden des Gekreuzigten mit ansehen müssen. So wie die beiden Frauen zur Rechten und zur Linken. Sie sehen mit an, was eigentlich nicht anzusehen ist. Ihr Dasein ist ein subversiver
Protest gegen die Entmenschlichung des Opfers. Nach wie vor wird in dieser Welt gefoltert und gemordet. In diesen Zeiten mehr denn je und immer wieder mit archaischen Methoden. Auch unter denen, die auf gefährlichen Wegen in den letzten Monaten zu uns geflohen sind, sind Frauen, Männer und Kinder, die bis zum letzten Atemzug bei Gefolterten und Verletzten ausharrten.
Uns mögen Kreuzigungsgruppen bisweilen als zu hart, zu sehr fixiert auf eine der brutalsten Hinrichtungsmethoden erscheinen. Wir haben es gut, dass unser Leben uns so denken lässt. Zu vielen Menschen geht es da anders. Kreuzigungsgruppen ringen erfahrenem Leid keinen Sinn ab. Sie zeigen denen, die das Schlimmste mit ansehen mussten, dass sie mit ihren Gewalterfahrungen nicht allein sind. Sie helfen, eigene unglaubliche Schmerzerfahrung als real anzunehmen und in Worte zu fassen, und zeigen das Leiden nicht, um es zu erhöhen, sondern um des Lebens willen.
Wem sich dies bei seiner Betrachtung mitteilt, kann einen neuen Schritt hinein ins Leben tun. Oder zu den nächsten Kunstwerken in St. Petri. Diese zeigen den gemalten Protest gegen die viel zu vielen gewaltsamen Tode in der Wiederherstellung der menschlichen Würde des zu Tode Gequälten am Ostermorgen. Die Passion Gottes für den Menschen in den Kunstwerken von St. Petri.

Freitag, 12.02. um 17.15 Uhr: Paulus – Apostel der Leidenschaft
Freitag, 19.02. um 17.15 Uhr: Der Schatten der Reformation – Luther und der Schwan
Freitag, 26.02. um 17.15 Uhr: Die Vertreibung der Armen nach Altona
Freitag, 04.03. um 17.15 Uhr: Dietrich Bonhoeffer – Widerstand und Ergebung
Freitag, 11.03. um 17.15 Uhr: Es waren der Kreuze viele – die mittelalterliche Kreuzigungsgruppe
Freitag, 18.03. um 17.15 Uhr: Gräber als Häuser des Lebens – Grablegung

 

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04.03.16
Hörspaziergänge durch St. Petri

Denjenigen, die die Hauptkirche St. Petri auf eigene Faust erkunden möchten, empfehlen wir die Hörspaziergänge – das ist der Audio-Guide von St. Petri. Neben Informationen über den Kirchenraum und die Kunstwerke bietet dieser elektronische Führer den Besuchern auch Raum für Erfahrungen. Er ist in Zusammenarbeit mit dem Christlichen Blindendienst entstanden, um auch die Bedürfnisse von Nichtsehenden und Sehbehinderten zu integrieren. Das sind spannende Perspektiven auch für Sehende. Der Audio- Guide kann im „Shop“ der Petri-Kirche für 3 Euro ausgeliehen werden.


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17.03.16
Verkürzte Kirchenöffnungszeiten in den Wintermonaten

Bis zum 26. März ist die Kirche von Montags bis Sonnabends ab 11 Uhr geöffnet.