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Losung des Tages

Friday, 3. February 2023

Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!

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Was die Seele berührt

Das wirklich Wichtige wird sichtbar

Ilona Stampfuß ist Familien- und Körpertherapeutin in der Fachberatung am Beratungs- und Seelsorgezentrum (BSZ)

Seit einem Jahr ist Katrin M., 36 Jahre, zwei Kinder und alleinerziehend, wegen ihrer Angsterkrankung meine Klientin. Die Angst hat sie starr gemacht, körperlich und emotional. Die Angst hatte oft in ihrem Leben die Entscheidungen getroffen – nicht sie. Ihr Dasein schien ihr aus den Händen zu gleiten. Sie sah sich oft nicht in der Lage, ihre beiden Kinder mit dem Notwendigsten zu versorgen. Aber – sie hat sich Hilfe gesucht.

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Beratung für Paare

Birgit Kühl ist Psychologische Beraterin und Paarberaterin in der Fachberatung am Beratungs- und Seelsorgezentrum (BSZ)

Ein neuer, letzter Versuch, ein Hilferuf. Ungewissheit: Bleiben wir zusammen? Trennen wir uns? Wenn Paare in die Paarberatung kommen, geht es immer um viel, niemand macht es sich leicht.
Angereist sind beide mit einem Koffer an Sehnsüchten, Bedürfnissen und Vorstellungen teilweise bewusst, teilweise unbewusst. In der Verliebtheitsphase schauten beide über das weg, was eigentlich nicht passte, der andere wurde zurechtphantasiert – es war wunderbar! Die Zeit zeigte dann, dass der Andere Eigenschaften hat, die schwierig sind. Nicht alle Bedürfnisse werden erfüllt, einige Vorstellungen sind unterschiedlich.

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Vom Hören und Sehen

Pastor Krischan Heinemann, Pastoralpsychologe und Leiter des BSZ

Wir hören zu und sehen hin und hören und sehen doch nicht den anderen, sondern oft nur uns selbst. Was sich so provokant anhört, ist in vielen Begegnungen und Beziehungen eher der Alltag. Oft können wir gar nicht anders, sind gestresst, mit den eigenen Gedanken und dem eigenen Leben beschäftigt, haben keine Zeit und noch nicht mal genügend Freiraum für uns. Dann ist wenig Platz für den oder die anderen, weder für das Sehen noch Hören. Zugleich erwarten wir doch und wünschen uns selbst so sehr, gesehen und gehört zu werden, so, wie wir sind oder sein möchten.

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Hoffnung ist ein Geisteszustand, keine Prognose (Vaclav Havel)

Michael Brems ist Mitglied der Fachberatung am Beratungs- und Seelsorgezentrum (BSZ) und Pastor der Koordinierungsstelle für Krankenhausseelsorge in der Nordkirche

„Wir schaffen das. Ich weiß noch nicht wie. Aber wir werden einen Weg finden.“ Die Frau guckt mich an, und ich spüre, dass sie meint, was sie sagt. Und es wohnt Kraft in ihren Worten. Sie nickt dabei. Auch wenn es grad schwer ist.

Mit welchem seelischen Körper gehe ich durch mein Leben? Schlurfe ich oder schreite ich? Vermutlich beides – mal so und mal so. Aber was ist meine Grundhaltung? Wie stehe ich, wenn mich niemand sieht? Aufrecht, gebeugt? Lasse ich meinen Kopf hängen, oder schaue ich nach vorn? Lächle ich, oder halten die andern mich für einen grimmigen Zeitgenossen? Bin ich der Skeptiker in jeder Runde, der Wasser-in-den-Wein-Gießer? Oder pulsiert Hoffnung in meinen Adern und wohnt zumindest eine Prise Zuversicht in einem Herzen? Blühen in meinem Innern schon Bilder des Gelingens, wenn noch alles grau und unfertig ist?

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Die Kunst, in sich hineinzuhorchen

Kirsten Leidecker ist Psychologische Beraterin und Paarberaterin in der Fachberatung am Beratungs- und Seelsorgezentrum (BSZ)

Haben Sie sich diese Frage einmal gestellt? Was berührt meine Seele? Nehmen Sie sich gerne mal einen Moment und horchen in sich hinein. Es kann auch guttun, sich regelmäßig dafür Zeit zu nehmen, ein paar Stunden oder einen ganzen Tag, in seine Seele reinzuhorchen, ihr Raum zu geben. Wenn wir mit unserer Seele im Einklang leben, dann geht es uns meist gut, fast egal, wie die äußeren Umstände aussehen mögen. Mir gefällt ein Zitat von Dallas Willard aus seinem Buch „Aus dem Herzen leben“: „Die Seele ist wie ein innerer Fluss, der alle anderen Elemente des Lebens belebt, nährt und stärkt. Wenn dieser Fluss richtig fließt, dann sind wir munter und zufrieden mit allem, was wir tun, denn unsere Seele ist verwurzelt in Gott und seinem Reich. Wir leben in Einklang mit Gott, mit der Realität, dem Rest der Menschheit und der ganzen Natur.“

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Von Wünschen und Wirklichkeit

Krischan Heinemann ist Pastor, Pastoralpsychologe und Leiter des Beratungs- und Seelsorgezentrum der Hauptkirche St. Petri

Im neuen Jahr bleibt ein Wunsch aus den vergangenen Monaten: Endlich soll der Virus nicht mehr da sein, wir wollen nicht mehr eingeschränkt oder nach immer neuen Regeln leben, Begegnung und Nähe sollen wieder möglich sein. Aber diese Wünsche werden einfach nicht erfüllt. Wenn wir keinen unmittelbaren Kontakt zu Erkrankten haben, ist der Grund für alle Einschränkungen, das Corona-Virus, nicht sichtbar, fühlbar, fassbar. Daher ist es so schwer, seine Wirklichkeit anzunehmen.

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