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Zum Gedenken an die Ermordung Dietrich Bonhoeffers durch das Naziregime vor 75 Jahren

Dietrich Bonhoeffer Tage

29.07.2020 | Das Gedenken an Dietrich Bonhoeffers Ermordung durch das Nazi-Regime vor 75 Jahren hat die Hauptkirche St. Petri und das KunstHaus am Schüberg bewogen, die Dietrich Bonhoeffer Tage ins Leben zu rufen. Eingefasst von drei künstlerischen Interventionen in und vor der Hauptkirche St. Petri bildet die 10-tägige Aktionszeit vom 6. bis zum 16. August 2020 den Mittelpunkt der Dietrich Bonhoeffer Tage auf der Hamburger Mönckebergstraße.

Hier können Sie sich die Programm-Übersicht der Dietrich Bonhoeffer Tage herunterladen (pdf).

Kunstinstallationen

Kircheninnenraum  / 6. bis 26. August 2020
Denise Heinemeier, „…unser täglich Brot…“ , Tisch und Altar – profaner und spiritueller Raum
Axel Richter,  „Zelle“ , Der Kirchraum als Resonanzraum
4 Kirchenbänke werden senkrecht in den Chorraum gestellt, ein Sinnbild für Gefangenschaft und Isolation.

Außenraum / Mönckebergstrasse seit 30. Juni 2020
Uwe Schloen, HIER NICHT, Freiraumschaffung durch etwa, das nicht passiert.

Außenraum / Mönckebergstrasse  6. bis 16. August 2020
Axel Richter „internationaler Schriftzugteppich“, HIER NICHT in 22 Sprachen
Axel Richter „Ausmusterung“, 90 Gewehrabbildungen mustern die Gehwege der Mönckebergstraße. Über 90 Rüstungsfirmen sind im Hamburger Stadtgebiet und dessen Umland ansässig.

Kulturprogramm

Ein Kulturprogramm vom 6. bis 16. August 2020 täglich von 15 bis 18 Uhr nimmt  thematisch Bezug  auf das Wirken Dietrich Bonhoeffers und auf die aktuell drängenden Fragen zu Frieden, Gerechtigkeit und  Bewahrung der Schöpfung.

Die Kunstinstallation von Uwe Schloen, eine große  Bleiplatte mit dem Schriftzug HIER NICHT, aufgestellt neben dem Bonhoefferdenkmal an der Außenmauer von St. Petri, bietet Anlass sich mit dem wirken Dietrich Bonhoeffers ins Verhältniss zu setzen. HIER NICHT – kann als künstlerische Kommentierung des Bonhoeffer Zitates aufgefasst werden: „Dem Rad in die Speichen fallen“

Dazu der Künstler: „HIER NICHT – Durch die Aussparung dessen, was hier nicht passiert, bleibt ein Freiraum, der gefüllt werden kann. Es steht  aber auch eine Verweigerungshaltung dahinter. Nicht mitmachen, man behält sich eine eigene Meinung vor. Hier wird selbst gedacht.“

Als Bühne für die Kulturtage steht ein 12 Meter runder „ internationaler Schriftzugteppich“ zur Verfügung. Er ist aus dem mit weißer Kreide aufgetragen HIER NICHT in 24 verschiedenen Sprachen auf dem Gehweg der Mönckebergstraße aufgetragen.
Das Konzept schließt zudem eine bildhafte Benennung der über 90 Rüstungsfirmen im Hamburger Stadtgebiet mit ein. Der Gehweg der Mönckebergstraße wird beidseitig in einer Länge von 40 Metern mit jeweils über 90 Gewehren mit roter Kreide besprüht.
"Wir haben auch in unserem Land die Ursachen von Flucht, Vertreibung und Tod zu verantworten.  Rüstungsproduktion und Waffenhandel zerstören das friedliche Zusammenleben aller Menschen", erinnert Axel Richter und verweist auf die Hamburger Präambel. Dort ist zu lesen: „Hamburg will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein". Wie passt das zusammen?

Hier können Sie sich die Programm-Übersicht der Dietrich Bonhoeffer Tage herunterladen (pdf).