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Losung des Tages

Saturday, 28. November 2020

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

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Petrigruß zum Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Petrianer!

06.11.2020 | Noch blühen Astern, Sonnenstrahlen leuchten in gelb und rot gefärbten Blättern auf und ein immer mal wieder blauer Himmel lädt zu Spaziergängen an Elbe und Alster ein. Zugleich aber spüren wir: Es wird kälter, grauer, nasser. Die dünne Jacke weicht dem Mantel. Besser ist es, Mütze und Schirm dabei zu haben. Die Tage werden kürzer, dunkler, stiller. Es ist November. Schon immer ein Moment mit vielen und besonderen Facetten.

Für uns Christen geht im November das Kirchenjahr zu Ende. In den Sonn- und Festtagen in diesen Wochen stellen wir uns den dunklen Seiten des Lebens. Die alltägliche Geschäftigkeit tritt zurück und es entsteht Raum für Innehalten und Nachdenklichkeit. Wir trauern um die Toten der Kriege und des Terrors von heute und gestern. Wir schauen auf das, womit wir uns und anderen das Leben schwer machen und bringen es vor Gott. Wir trauern um unsere Lieben, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Und in den letzten Tagen des November geht der Blick dann voller Erwartung und Hoffnung auf das Kommen Gottes nach vorn.

In diesem Jahr ist der November in einer noch einmal anderen Weise ein stiller Monat. Die Eindämmung der Corona-Pandemie macht es erforderlich, dass auch unsere Veranstaltungen und Konzerte in diesem Monat nicht stattfinden. Mit Blick auf die Ausbreitung des Virus im Oktober ist das notwendig und schmerzt doch sehr, weil in allen Bereichen unserer Gemeinde mit großem Einsatz, Können und Herzblut viele schöne Dinge vorbereitet worden sind, mit denen wir Ihnen in diesen Wochen ein attraktives und anregendes Angebot machen wollten.

Zugleich sind wir dankbar, dass wir unsere Kirche weiterhin täglich öffnen können und dass wir auch im November miteinander in unserer Kirche – wie bisher unter Beachtung der Schutz- und Hygienemaßnahmen – Gottesdienst feiern dürfen. Das tut einfach gut, erfreut das Herz, lässt Gemeinschaft erfahren und weitet die eigene Perspektive. Es gehört für mich zu den besonders erfüllenden Erfahrungen in dieser Krise, dass die Worte der Bibel in diesen Tagen eine unerhörte Aktualität, tröstende Kraft und Orientierung entfalten. Wie wohltuend ist es, gerade jetzt die Zusage des Apostel Paulus zu hören, der im Predigttext vom kommenden Sonntag den Christen in Thessaloniki versichert: „Ihr aber seid nicht in der Finsternis... Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages“ (1. Thess 5,4f). Und wie richtig ist es, uns daran zu erinnern, dass wir füreinander Verantwortung tragen: „Darum tröstet euch untereinander und einer erbaue den andern“ (1. Thess 5,11). Und wie sehr braucht unsere Welt gerade jetzt Menschen, die den Wochenspruch beherzigen: „Selig sind, die Frieden stiften“ (Mt 5,9).

Am kommenden Sonntag, den 8. November 2020, wird Pastorin Erneli Martens in ihrer Predigt den Bezug zwischen Bibelwort und Lebenskontext weiter vertiefen. Wie jeden Sonntag freuen wir uns auf Ihr Kommen und Mitfeiern des Gottesdienstes – sei es um 10.00 Uhr, sei es um 18.00 Uhr – und wir laden Sie zu beiden Gottesdiensten sehr herzlich ein. Die Texte erhalten Sie wieder hier.

Wir grüßen Sie sehr herzlich mit den besten Wünschen für einen gesegneten Sonntag,
Ihre

Hauptpastor Dr. Jens-Martin Kruse        Pastorin Gunhild Warning      Pastor Krischan Heinemann

P.S. Bitte merken Sie sich schon einmal den 18. November 2020 vor: Um 18.30 Uhr wollen wir einen besonders schön liturgisch und musikalisch gestalteten Gottesdienst zum Buss- und Bettag feiern und so in kargen Zeiten ein inhaltlich reiches Angebot unseres Glaubens machen.

 

 

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