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Losung des Tages

Friday, 17. September 2021

Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

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Petrigruss zum 12. Sonntag nach Trinitatis

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Petrianer!

20.08.2021 | „In jeder andächtigen Musike ist Gott in seiner Gnade Gegenwart“, so hat es Johann Sebastian Bach in seine Bibel geschrieben, die er zum Komponieren benutzt hat. Es ist eine wunderbare Stelle im Alten Testament, neben die Bach diesen Satz schreibt. Sie findet sich im zweiten Buch der Chronik, wo von der Einweihung des ersten Salomonischen Tempels folgendes erzählt wird: „...und alle Leviten, die Sänger waren, … standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den Herrn lobte: Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig –, da wurde das Haus des Herrn erfüllt mit einer Wolke … denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.“ (2. Chronik 5,12-14).

Ein wunderschönes Bild für eine Gemeinde, die Gottesdienst feiert: Alle kommen da zusammen, jede einzelne Stimme ist wichtig, jeder singt mit seiner je eigenen Stimme, spielt das je eigene Instrumente – und dann ist es, klingt es als sei es eine Stimme, die Gott lobt und Gottes Gegenwart erfüllt alle Herzen und Sinne.

Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir Woche für Woche Gottesdienst. Am kommenden Sonntag soll es um 10 Uhr mit einem in besonderer Weise musikalischen Gottesdienst geschehen, in dem wir – Gemeinde, Hamburger Bachchor und Collegium Vocale – unsere Stimmen zusammen tun, um Gott zu loben und ihm zu danken. Und wir wollen in diesem Gottesdienst unseren zweiten Kirchenmusiker Lukas Henke verabschieden, der unsere Gemeinde nach vielen und intensiven Jahren verlassen wird, um am 1. September 2021 eine Stelle als Kirchenmusiker an der Heidelberger Johanneskirche anzutreten. 

Wenn wir Gottesdienst feiern, dann rückt uns dies weder aus dieser Welt noch singen unsere Lieder den Jammer und Sorgen weg, die uns gerade belasten. Nicht die Sorge um den Frieden in der Welt; nicht die Sorgen um all die Menschen in Afghanistan, deren Zukunft bedroht ist. Nicht die Sorgen, die uns der Klimawandel bereitet. Nicht die Sorge um unsere Gesellschaft, in der die Gereiztheit genauso rapide zunimmt wie die Unlust, andere verstehen zu wollen. Nicht die Sorge angesichts der wieder steigenden Inzidenzzahlen.

Aber: Der Gesang behauptet trotzig eine andere Macht in dieser Welt. Singt von einer Kraft, die mehr ist als unsere Kraft. Gibt der Klage Raum und Stimme. Fördert vor allem Widerspruch und Widerstand: „...und wenn die Welt voll Teufel wär...“. Und erfüllt uns im Herzen mit der Gewissheit, dass wir in all dem von Gott gehalten und behütet sind. So wie es Johann Sebastian Bach treffend gesagt hat: „In jeder andächtigen Musike ist Gott in seiner Gnade Gegenwart!“

Wir freuen uns, wenn wir am kommenden Sonntag – sei es um 10 Uhr (bitte mit Anmeldung) oder um 18 Uhr – unsere Stimmen zusammen tun, um gemeinsam Gott zu loben und ihm danken.  

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für einen gesegneten Sonntag,

Ihre
Hauptpastor Dr. Jens-Martin Kruse        Pastorin Gunhild Warning        Pastor Krischan Heinemann

 

 

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