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Saturday, 21. May 2022

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Petrigruß zum 3. Sonntag nach Epiphanias

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Petrianer!

21.01.2022 | Jedes Jahr vom 18. bis zum 25. Januar findet die Gebetswoche für die Einheit der Christen statt. Weltweit versammeln sich in dieser Zeit Christen aus vielen Traditionen und Konfessionen, um für die Einheit der Kirche zu beten. In diesem Jahr sind die Texte der Gebetswoche von Christen aus dem Nahen Osten vorbereitet worden. Als Motto haben sie einen Vers aus der Weihnachtsgeschichte ausgewählt: „Wir haben seinen Stern im Ostern gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten“ (Mt 2,2).

Das Neue Jahr steht also von Anfang an unter einem ökumenischen Vorzeichen. Und das ist eine gute und wichtige Perspektive, weil...

...Ökumene zum Grundauftrag der Kirchen gehört
Der Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gegeben hat, ist klar und eindeutig: „...sie sollen alle eins sein, auf dass die Welt glaube“ (Joh 17,21). Ökumene ist also keine Nebensache oder ein Hobby, sondern gehört zur Grunddimension unseres Kirche-Seins.

...Ökumene das Wesentliche in den Blick rückt und Freude macht
Keine Kirche, keine Gemeinde, kein Christ hat den ganzen Glauben. Es ist eine wunderbare Bereicherung für den eigenen Glauben zu entdecken, wie andere Christen denselben Glauben an Jesus Christus leben und mit welcher Schönheit, Freude und Lebendigkeit sie Gottesdienst feiern.

...Ökumene vom Dialog lebt und den Dialog fördert
Seit vielen Jahren sind die Beziehungen zwischen den Kirchen von Dialogen geprägt, in denen die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden, die die Kirchen über ihre Unterschiede hinweg miteinander verbinden. Um in einen echten Dialog einzutreten, braucht es eine Haltung des Zuhörens, der Wertschätzung des anderen und der Verständigungsbereitschaft. Mit ihrer Dialogfähigkeit sind Christen ein wichtiges Beispiel für Gesellschaften, in denen äußere Mauern und innere Verhärtungen Menschen voneinander trennen.

...Ökumene Gemeinschaft stiftet und Menschen verbindet
Die Ökumene verbindet uns mit Christen in anderen Ländern und stärkt unserer Bewusstsein, dass wir in der Gemeinschaft der Glaubenden zusammengehören und füreinander Verantwortung tragen.

Von daher seien Sie sehr herzlich eingeladen zu unserem Gottesdienst in der Gebetswoche für die Einheit der Christen am kommenden Sonntag um 10.00 Uhr in der Hauptkirche St. Petri.

Herzliche Grüße und beste Wünsche für einen gesegneten Sonntag,

Ihre
Hauptpastor Dr. Jens-Martin Kruse      Pastorin Gunhild Warning      Pastor Krischan Heinemann

 

P.S. In diesem Jahren rücken in der Gebetswoche für die Einheit der Christen besonders die Christen im Nahen Osten mit ihren Ängsten, Sorgen und Hoffnungen in den Blick. Eine Möglichkeit, unsere Verbindung zu ihnen zum Ausdruck zu bringen und sie zu unterstützen, besteht in der Kollekte der Gottesdienste am kommenden Sonntag.

Sie ist bestimmt für das „Projekt HOPE – Not- und Übergangshilfe für RückkehrerInnen und lokale Bevölkerung in Bagdad, Al Qosh und Qaraqosh, Irak.

Seit dem Sieg über den IS Ende 2017 kehren nach und nach die irakischen Binnenflüchtlinge in ihrer Heimatdörfer zurück. Doch dort stehen sie aufgrund der Zerstörung ihrer Wohnhäuser, zerstörter Basisinfrastruktur und fehlender Einkommensmöglichkeiten vor erneuten Herausforderungen. Kinder und Jugendliche hatten lange Zeit keinen Zugang zu Schule und müssen jetzt unter schwierigen Bedingungen Unterrichtsstoff aufholen.
Gleichzeitig ist die irakische Gesellschaft nach Jahren von Krieg und Vertreibung von enormen psychosozialen Problemen geprägt, die Traumata der vergangenen Konflikte sind nie richtig aufgearbeitet und verarbeitet worden.
Zudem gibt es nach wie vor Spannungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, da sich die Zusammensetzung der Dörfer aufgrund der verschiedenen Flucht- und Rückkehrbewegungen zum Teil stark verschoben hat. Dies schwächt den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung und birgt so weiteres Konfliktpotential.

Das Projekt HOPE hat zum Ziel, rückkehrende sowie verbliebene Familien in Bagdad sowie in der Ninive-Ebene im Nordirak dabei zu unterstützen, sich in ihrer Heimat wieder ein würdevolles Leben aufzubauen. Hierzu zählen psychosoziale Angebote für Frauen und Kinder, Ausbildungskurse für Jugendliche sowie schulische Unterstützung für Kinder. Die verschiedenen Maßnahmen zielen darauf ab, die psychosoziale Resilienz sowie die Lebenssituation der besonders bedürftigen Personen zu stärken. Als Querschnittsthemen werden Friedensförderung und sozialer Zusammenhalt in alle Interventionsbereiche integriert. Wichtig sind die Auswirkungen der Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen in den gemischtreligiösen Aktivitäten. Dies leistet einen Beitrag zu nachhaltiger Friedensförderung.

Weitere Informationen finden Sie im auf der Website der Caritas International unter Irak: Neuanfang in der alten Heimat

Diese Kollekte für die Menschen im Irak sei Ihnen besonders ans Herz gelegt und auch falls Sie am Sonntag nicht in den Gottesdienst kommen können, besteht gleichwohl die Möglichkeit, über folgende Bankverbindung die Menschen im Irak zu unterstützen:

Ökumenische Centrale
Stichwort: Gebetswoche „Projekt HOPE“
IBAN: DE 92 4726 0307 0011 7508 01
BIC: GENODEM1BCK
Bank für Kirche und Caritas

 

 

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