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Turm, Kirche, Kunst

Eine wechselvolle Geschichte

St. Petri ist die älteste noch bestehende Kirche in Hamburg. Sie wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts gegründet. Um 1310/20 begann der Bau einer dreischiffigen gotischen Hallenkirche. Der linke bronzene Türzieher mit Löwenkopf am Hauptportal (Turmeingang) ist das älteste Kunstwerk Hamburgs. Seine Umschrift belegt die Grundsteinlegung des Turms im Jahre 1342. Mit dem Anbau eines zweiten südlichen Seitenschiffes gegen 1418 waren die wesentlichen Erweiterungsbauten abgeschlossen.

St. Petri 1840 und 1849 vor und nach dem großen Brand: Christoffer ( 29. Mai 1771 † 13. Mai 1842) and Peter Suhr ( 17. Juni 1788 † 20. September 1857), digital restauriert und optimiert von Rainer Scheppelmann

Nach dem Großen Brand

1842 fiel die Kirche dem Großen Brand zum Opfer; glücklicherweise wurden die meisten Kunstwerke gerettet. Bereits 1849 konnte das am mittelalterlichen Bau orientierte, aber mit zahlreichen Abwandlungen neu erbaute Kirchengebäude wieder geweiht werden.

Nach dem 2. Weltkrieg

Den 2. Weltkrieg überstand St. Petri mit vergleichsweise geringen Beschädigungen. Der Abbruch von Wohnvierteln in der Innenstadt zugunsten von Kontor- und Kaufhäusern nahm St. Petri in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den größten Teil seiner Gemeinde. Ihre Attraktivität aber hat diese Kirche für die Hamburger Bevölkerung unter anderem auch wegen des umfangreichen Gottesdienst- und Seelsorgeangebots bis heute behalten. 

Zunächst war St. Petri die Kirche der um sie herum lebenden Menschen. Das waren 1838 noch 10700 evangelisch-lutherische Christen. Heute zählt die Ortsgemeinde lediglich rund 100 Personen. Darüber hinaus haben sich etwa 500 Menschen, die im ganzen Stadtgebiet und im Umland wohnen, als Gemeindemitglieder eintragen lassen.

St. Petri heute

St. Petri liegt mitten im Herzen Hamburgs. Diese Lage verstehen wir als einen besonderen Auftrag, Kirche für die Stadt zu sein.

Insider-Tipp

von Hans-Werner Schulz Ehlers (Gemeindemitglied)

“Für die Erkundung von St. Petri auf eigene Faust empfehlen wir Ihnen die App!”

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Dietrich Bonhoeffer

* 4. Februar 1906 in Breslau, † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg

In einer Mauernische des Chorraums der Petrikirche, direkt an der Mönckebergstraße, steht seit 1979 eine bronzene Dietrich-Bonhoeffer-Statue von Fritz Fleer (1921-1997). So erinnern wir uns nicht nur des Endes der Nazidiktatur vor mehr als siebzig Jahren, an den 8. Mai 1945, den Tag der deutschen Kapitulation, den Tag der Befreiung. Wir erinnern uns auch an den Pfarrer und Widerstandskämpfer, der einen Monat zuvor, am 9. April 1945, auf ausdrücklichen Befehl Hitlers im KZ Flossenbürg gehängt wurde. Im NS-Staat leisteten nur wenige Christen Widerstand gegen die Verfolgung und Ermordung der Juden. Dietrich Bonhoeffer war einer, der Einspruch erhob und deshalb an den Galgen kam.

Dietrich Bonhoeffer

Hartmut Gründler

Unsere Gemeinde hat beschlossen, Hartmut Gründler (* 11. Januar 1930 in Hümmel, † 21. November 1977) ein Gesicht und ein Gedenken zu geben. Dieser hatte sich – nach Hungerstreiks und anderen gewaltfreien Protestaktionen – am Buß- und Bettag 1977 vor der Petrikirche verbrannt, weil er die Unwahrhaftigkeit in der Atomenergiepolitik nicht mehr ertrug. Eine kleine Gedenktafel an der Petrikirche an der Mönckebergstraße erinnert an ihn.  mehr (pdf)

Unterstützen, spenden, helfen an St. Petri

Als offene Kirche in der Mitte von Hamburg sind wir für Menschen da. Wir sind ansprechbar, nahbar und erlebbar und wollen Gemeinschaft und Halt für jeden bieten. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung! Wir freuen uns auf Menschen, die uns in unserer wichtigen Arbeit unterstützen:

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gestalten das Gemeindeleben mit. 
Ihre Spende ermöglicht uns, jederzeit nah dran und mittendrin zu sein und zu bleiben.

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Schätze & Geheimnisse

Weisst Du, wie viel Sternlein stehen? Früher waren es sage und schreibe 500 Sterne, die im Gewölbe unserer Kirche prangten. Gotische Kirchengewölbe symbolisierten nämlich den Himmel; die Kirche war gewissermaßen der Himmel auf Erden. Da gehörten Sterne natürlich dazu.

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Kindertagesstätte

Die Ev. Kita der Hauptkirche St. Petri bietet Kindern Raum und Zeit zur Entwicklung. Unser Handeln orientiert sich am christlichen Menschenbild. 

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Kindertagesstätte

Wir stellen uns vor

Für St. Petri engagieren sich 13 hauptamtliche und weit über 100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle bemühen sich, auf ihre Weise für Sie da zu sein.

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Seminare

Wer lernen möchte, sein Gegenüber besser zu verstehen und sich selber klarer mitzuteilen, für den passt das Semiar “Hilfreich miteinander sprechen” des Beratungs- und Seelsorgezentrums. Es findet so starke Resonanz, dass stets mehrere Kurse parallel angeboten werden, um der großen Nachfrage entsprechen zu können.

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