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Sunday, 25. July 2021

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Ralph Mächler hat ein offenes Ohr

BSZ-Berater Ralph Mächler im Schutz der Petri-Kirche

„Das ist mein Baby geworden“, strahlt Ralph Mächler, wenn er über die große Heiligabend-Feier in St. Petri spricht. Die Organisation des beliebten Weihnachtsabends liegt seit Jahren in seinen Händen. An jedem 24. Dezember kommen dann etwa 300 Menschen, die Weihnachten gemeinsam feiern wollen, in die Kirche. „Nach der Corona-Zwangspause sind wir 2021 wieder am Start“, verspricht der 54jährige mit seinem sympathischen Akzent, der verrät, dass er nicht in Hamburg, sondern in der Schweiz geboren wurde. Seit fast 30 Jahren lebt und arbeitet Mächler in der Hansestadt. „Vom ersten Moment an habe ich mich in die Weltoffenheit der Hamburgerinnen und Hamburger verliebt.“ Im mittlerweile siebten Jahr engagiert sich Mächler ehrenamtlich im Beratung- und Seelsorgezentrum (BSZ).

Jenseits der 40 habe er damals nach einer Beschäftigung gesucht, sich zunächst der Hospizarbeit zugewendet, dann aber das BSZ für sich entdeckt. „Es ist die gelebte Mitmenschlichkeit, die mich begeistert“, sagt Mächler über die Arbeit in der Hauptkirche St. Petri. „Die tut einfach gut!“ Das Ehrenamt hat sein Leben verändert: Er hat seinen Job bei einem Limonaden-Konzern an den Nagel gehängt und eine Therapeuten-Ausbildung gemacht. Doch der Wirtschaftsmann von früher kommt in ihm durch, wenn er über sein Engagement von einer ‚klassischen Win-Win-Situation‘ spricht.

Im BSZ betreut Mächler auch die Veranstaltungsreihe „Klub Q“ für Menschen, die gemeinsam einen inspirierenden Abend zu unterschiedlichsten Themen verbringen wollen. Die aktuelle Corona-Krise ist natürlich auch in den alltäglichen Beratungsgesprächen im BSZ zu spüren. „Das zentrale Thema ist Einsamkeit“, sagt Mächler. „Und die Menschen, die das schon immer als Thema hatten, sind nun doppelt und dreifach betroffen. Einsamkeit wird zur Verzweiflung.“ Er wünscht sich, dass die wunderbaren BSZ-Angebote in der Stadt noch viel bekannter werden.

 

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